Rennpferde

Wie ist eigentlich der Alltag im Rennstall

Der Wecker klingelt. Einmal noch auf Snooze drücken und dann aufstehen. Kommt dir bekannt vor?

Während du dich noch einmal umdrehst, cantert derweil schon das erste Lot von Rennpferden auf der Trainingsbahn.

Ein ganz normaler Alltag für einen Galopper

In den Rennställen geht es morgens schon bedeutend früher los. Vor dem Reiten werden die Pferde das erste Mal gefüttert, Boxen werden gemistet und die ersten Pferde gehen an die Führmaschine.

An der Lot-Tafel stellt der Trainer die einzelnen Pferde in kleinen Trainingsgruppen zusammen. Die Reiter können so sehen, welche Pferde sie Reiten.

Zeit für ein Frühstück der Zweibeiner gibt es erst später

Es werden die Reitsachen wie Sattel, Trense und das Pad inklusive Putzzeug mit zur Box genommen. Das jeweilige Pferd wird für sein morgendliches Training in der Box vorbereitet.

Sind Reiter und Pferd fertig, geht es raus aus dem Stall. Dort sammeln sich alle bis der letzte Reiter mit seinem Pferd da ist. Es geht gemeinsam im Schritt zu einer Trab Strecke. 

Meistens ist das auf den Rennbahnen eine kleinere Bahn in einem Waldstück. Sie ist geeignet zum Traben und Hoppeln. Hoppeln nennt man ein gemütliches Galoppieren zur Aufwärmung. Der eigentliche Canter zum Trainieren findet anschließend auf der großen Bahn statt.

Auf dem Weg zur Trainingsbahn werden die Bügel kürzer geschnallt. © Natalie Maholick

Der Trainer schaut sich den Bewegungsablauf seiner Schützlinge genau an. Er hält bei jedem Pferd Rücksprache mit dem Reiter, ob sich alles normal anfühlt oder irgendwelche Auffälligkeiten vorliegen.

Die Reiter erhalten entsprechend eine Anweisung wie sie an diesem Tag galoppieren sollen und reiten weiter zur Bahn.

Auf dem Weg dort hin wird noch einmal nachgegurtet. Ebenfalls werden die Bügel kürzer geschnallt.

Step by Step lernen die Pferde alles kennen

In den späteren Lots geht es oft etwas ruhiger zu, denn je nach Jahreszeit sind die Jungpferde bereits in den Rennstall eingezogen.

Wer später mal ein gutes Rennpferd werden möchte, fängt das Training zeitig und stressfrei an. So ist gewährleistet, dass der Körper eine gute Mischung aus Trainingsanreizen und Pausen erhalten kann.

Der Aufbau eines Jungpferdes mit dem Anreiten, dem Aufbau der Grundkondition und ersten Vorbereitungen auf die Rennen dauert in der Regel mindestens 9 Monate.

Spätreife Pferde benötigen hierfür deutlich länger.

Das Training bringt viel Routine mit sich, so wird das Galoppieren im Pulk und nebeneinander sowie das Einrücken in die Startmaschine regelmäßig mit eingebunden.

Kopf Kopf - zwei oder drei Pferde galoppieren nebeneinander. Auch das muss für die Rennen geübt werden und kann bei jüngeren Pferden bereits in ruhigen Tempo angefangen werden. © Natalie Maholick

War es das schon?

Natürlich können die Rennpferde nach dem Training nicht einfach so weg gestellt werden. Wie auch bei dem klassischen Reiten üblich, werden die Pferde abgewartet.

Das heißt Sattelzeug und Trense werden abgenommen und je nach Jahreszeit werden die Pferde komplett oder teilweise abgeduscht (*klick* für Tipps). 

Im Winter kann man sie auch gut mit Stroh abreiben und mit einer Fleecedecke eindecken.

Anschließend geht es im Schritt an die Führmaschine für ein perfektes Cool-Down.

Nach dem Galoppieren werden die Pferde abgesattelt und an die Führmaschine gebracht. Im Sommer erhalten sie vorher noch eine Dusche zur Entfernung von Schmutz und Schweiß. © Natalie Maholick

Die Pausen sollten natürlich nie zu kurz kommen.

So ist es völlig normal, dass die Rennpferde nicht jeden Tag mit vollem Speed über die Bahn galoppieren. Im Gegenteil, das kommt sogar sehr selten vor.

Am Vor- oder Nachmittag können sie in ihren Rennställen auf Paddocks oder Gemeinschaftskoppel den Tag an der frischen Luft ausklingen lassen.

Ein Rennpferd hat meistens auch einen festen Pfleger, von dem es besonders umsorgt wird.

Neben der Begleitung zu den Rennen an den Wochenenden, dürfen die Streicheleinheiten Zuhause in keinem Fall fehlen.

So entstehen immer wieder wundervolle Bindungen zwischen Mensch und Tier.

Was gibt es Schöneres?

An Liebe fehlt es den Pferden nicht. Hier Christin Barsig mit Healy. © Natalie Maholick

Ich hoffe der Beitrag hat die gefallen. Schaue doch gerne mal bei dem Beitrag über die Weidezeit (*klick*) im Rennstall vorbei.

 

Alles Liebe

Natalie

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