Rennpferde

Jungpferde im Rennstall

Bei der Ausbildung von jungen Pferden scheiden sich die Geister. Viele empfinden das Training als viel zu früh, allerdings differenzieren Sie da aber nicht, dass die Pferde schonend an ihre neue Aufgabe heran geführt werden.

Gut Ding will Weile

Die Youngster rücken zum Herbst hin in den Rennstall ein. Das erste Rennen ist frühestens im Mai. Mindestens neun Monate an Aufbautraining und Rennvorbereitung gehen ins Land, bevor an ein Start zu denken ist. Da die wenigsten Pferde überhaupt so früh laufen, geht die Ausbildung und Vorbereitung also wesentlich länger.

Besonders wichtig: vor dem ersten Rennen muss eine Begutachtung durch den Tierarzt stattfinden.

Erst wenn dieser das Go gibt, dürfen die Pferde überhaupt an den Start. Andernfalls heißt es sich in Geduld zu üben.

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Früher kamen oftmals halbwilde Pferde in den Rennstall. Zwar gab es schon die Auktionen auf denen die Pferde vorgeführt wurden, allerdings lief das auch oftmals recht abenteuerlich ab.

Heute weiß man dass es wesentlich einfacher und stressfreier ist die Pferde schon rechtzeitig auf ihr neues Leben vorzubereiten. So geht es im Fohlenalter schon los mit dem Aufhalten für den Hufschmied so wie in den Wintermonaten eventuell bürsten.

Pferde kommen mit unterschiedlicher Vorbereitung im Rennstall an

Im Sommer erfolgt dann eine professionelle Jährlingsvorbereitung. Hier lernen die Pferde noch einmal alles was sie brauchen für die Auktion so wie zB auch das Trensen. Manche Pferde werden schon logiert oder lernen einen Gurt mit einer Schabracke darunter kennen. Sie sind so sehr gut im alltäglichen Handling und dementsprechend perfekt vorbereitet für den Rennstall.

Zu den Aktionen müssen Sie meistens das erste Mal in ihrem Leben mit dem Transporter fahren und sich dort je nach Nachfrage mehrmals am Tag präsentieren lassen. Man merkt, dass in diesen paar Tagen die Pferde unglaublich reifen.

Freie Bewegung an der Longe tut allen Pferden gut. ©Natalie Maholick

Sie haben also nach der Ankunft im Rennstall Zeit sich zu akklimatisieren. Das Gelernte wird noch mal abgefragt und nach und nach geht es ins Anreiten über. Es wird eine Routine aufgebaut und es werden stetig mehr Aufgaben hinzu genommen.

Ob, wann und wo die Pferde eingeritten werden und wie das Training generell abläuft, entscheidet jedoch die körperliche und geistige Verfassung des Pferdes. Mittlerweile ist jedem klar dass ein überfordertes Pferd keine Bestleistung zeigen kann. Der Kostenaufwand im Rennstall ist viel zu groß um auf biegen und brechen ein Pferd dort unterzustellen und trainieren zu lassen. Das macht also durchaus Sinn seinen Pferden die nötige Zeit zu geben und später die Früchte zu ernten.

Ein Pferd welches noch nicht reif es bringt weder dem Trainer noch den Besitzer oder den täglichen Reiterfreude.

Zweijährige Vollblutstute im August. ©Natalie Maholick

Pre Training – eine gute Alternative

Die spätreifen Pferde ziehen oftmals nicht direkt in den Rennstall, sondern gehen auf ein Gestüt zur professionellen Vorbereitung im Pre- Training. Hier werden sie in kleinen Gruppen auf ihr späteres Leben vorbereitet. Das heißt neben satteln und reiten auch das Reiten im Lot im Wald sowie auf der Trainierbahn. An den Nachmittagen verbringen die Pferde ihre Freizeit gemeinsam auf den Koppeln.

Die Umgebung im Gestüt ist besonders ruhig und für spätreife oder hektische/unruhige Pferde wie gemacht. Sie erhalten eine reale Chance und bekommen so den Einstieg in den Rennsport vereinfacht.

Zudem ist es wesentlich leichter diese Pferde später in die Lot des Rennstalls zu integrieren.

Was ist Pre – Training?

        • Vorschule für angehende Rennpferde
        • oftmals von Gestüten angeboten
        • Anreiten ohne Rennstall Trubel 
        • oftmals kleine Gruppen und gemeinsamer Weidegang
        • wertvolle Arbeit in ruhiger Umgebung
Bis hier hin ist es ein langer Weg. La Mia beim Grasbahngalopp auf der Kölner Pferderennbahn. ©Natalie Maholick

Die jungen Pferde gehen natürlich nicht gleich sofort auf die große Bahn. Sie lernen erst einmal das Reitgewicht kennen. Wenn das alles funktioniert, beginnt das eigentliche Anreiten. Die Entwicklungen können hier ganz unterschiedlich sein. Auch sehr sichere und brave Pferde im Gestüt, können hier eine Testphase entwickeln und insgesamt länger brauchen.

Hoppeln das ist ein langsames galoppieren.

Ziel ist es aber die jungen Pferde möglichst zeitig in den Alltag zu integrieren. Das bedeutet dass sie mit einem erfahrenen für Pferd zum Beispiel den Wald erkunden und dort für ein bis zwei Runden traben gehen.

Das Pensum wird langsam gesteigert und irgendwann können die jungen Pferde mit auf die große Bahn.

Auch hier ist es so, dass die Youngster natürlich nicht gleich eine ganze Runde auf der Rennbahn galoppieren. Meistens werden die geraden Stücke getrabt und in den Bögen wird gehoppelt

So kann man die Pferde Schritt für Schritt in ihr neues Leben begleiten und immer individuell entscheiden in welchem Tempo es in der Ausbildung vorangeht.

Gabrial The Prince begleitet als Führpferd ein jüngeres Pferd beim Grasbahngalopp auf der Kölner Pferderennbahn. ©Natalie Maholick

Ich hoffe der kleine Einblick in das Training der Jungpferde hat einige Fragen aufgelöst. 

Sind noch Fragen offen? Gerne in die Kommentare

Bis bald

Natalie

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